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PSG gegen sexuelle Diskriminierung

  •  20.07.2012, 14:39

Die Boy Scouts of America (BSA) haben in dieser Woche bekannt gegeben, dass sie weiterhin Menschen mit gleichgeschlechtlicher sexueller Orientierung aus ihrem Verband ausschließen werden. Die PSG kann di...

Die Boy Scouts of America (BSA) haben in dieser Woche bekannt gegeben, dass sie weiterhin Menschen mit gleichgeschlechtlicher sexueller Orientierung aus ihrem Verband ausschließen werden. Die PSG kann diese Entscheidung nicht nachvollziehen.

„Wir sind irritiert und voller Unverständnis über diese Entscheidung. Kein Mensch darf und soll wegen seiner sexuellen Orientierung ausgeschlossen werden“ sagt Bundesvorsitzende Sigrid Hofmann.
Auch in den Grundlagen der PSG findet sich wieder, dass alle Menschen gleichberechtigt und gleichwertig sind sowie Intellekt, Psyche und Körper in der ganzheitlichen Betrachtung zur Persönlichkeit eines jeden Menschen gehören.
Die PSG arbeitet daran, dieses Verständnis in die Gesellschaft zu tragen und Diskriminierung, Stigmatisierung und Ausgrenzung jeglicher Art zu beenden und gleichzeitig einen wertschätzenden Umgang zu fördern.

Kein neuer Konflikt
Die Diskussion um die Prinzipien der BSA ist nicht neu. Bereits 2002 appellierten der Ring deutscher Pfadfinderverbände (RdP) sowie der Ring deutscher Pfadfinderinnenverbände (RDP) in einen gemeinsamen Offenen Brief an die BSA, ihre Prinzipien zu ändern. Bereits 2001 stellte die Europäische Pfadfinderkonferenz in einer Resolution klar, dass Homosexualität keine Begründung jedweder Diskriminierung inner- oder außerhalb der Pfadfinderinnen- und Pfadfinderbewegung sein darf.

Gegen sexuelle Diskriminierung
Auch auf der letzten Weltkonferenz der Pfadfinderverbände zeigte sich in der Diskussion über sexuelle Diskriminierung in Pfadfinderverbänden, dass die BSA zwar nicht alleine mit ihrer Auffassung stehen, aber mit Ländern wie Saudi Arabien und Zimbabwe diese nur wenige untersützen..
Der größte Teil der weltweiten Pfadfinderinnen- und Pfadfinderbewegung vertritt eine andere Meinung als die BSA. Pfadfinden ist nicht an die sexuelle Identität geknüpft. Die PSG ist offen für alle und wird sich auch in Zukunft in der weltweiten Pfadfinderinnenbewegung und in der Gesellschaft gegen die Diskriminierung von Menschen einsetzen.

Die PSG ist ein Verband katholischer Pfadfinderinnen, der deutschlandweit einzigartig für und mit Mädchen und jungen Frauen arbeitet. Pfadfinderin sein ist daher mehr als nur eine Freizeitbeschäftigung: Orientierung geben, Werte leben, Raum geben zur Entfaltung der eigenen Fähigkeiten – das sind die pädagogischen Grundlagen der Verbandsarbeit der PSG.

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