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Gleichberechtigung von Frauen ist Fortschritt

  •  07.03.2014, 22:38

Weniger Gehalt, gewalttätige Übergriffe auf Frauen und stereotype Rollenzuschreibungen: Frauen sind in Wirtschaft, Gesellschaft und Politik nach wie vor benachteiligt. Anlässlich des internationalen Weltfrauentages betonte UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon jedoch, dass die Gleichberechtigung von Frauen ein Fortschritt für alle ist.

Die Pfadfinderinnenschaft St. Georg (PSG) unterstützt diese Aussage. In seiner Arbeit setzt sich der Verband daher für die Rechte von Mädchen und Frauen ein und stärkt ihre Potenziale.

Trotz einiger Fortschritte sind Mädchen und Frauen noch immer benachteiligt. Auch in Deutschland herrschen eklatante Missstände: So sind rund 35 Prozent der Frauen laut EU-Grundrechte Agentur von Gewalt betroffen. Der Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen liegt noch immer bei rund 22 Prozent. Und auch wenn der Anteil an erwerbstätigen Frauen steigt, so hält sich das traditionelle Rollenverständnis. Denn 86 Prozent der verheirateten Karrierefrauen arbeiten laut neuestem Führungskräfte-Monitor rund eine Stunde am Tag im Haushalt. Die Hälfte der Männer hingegen verbringt keine Zeit damit. Doch in Ländern mit größerer Geschlechtergleichheit gibt es beispielsweise ein höheres Wirtschaftswachstum, Unternehmen mit einer höheren Anzahl an Chefinnen leisten mehr und Friedensabkommen, an denen Frauen beteiligt sind, halten länger — so Ban Ki-Moon. Die PSG fordert daher mehr Frauen in Führungspositionen, gleichwertige Berufschancen, echte Wahlfreiheit in allen Lebensbereichen und ein selbstbestimmtes Leben, das nicht durch gesellschaftliche Rollenzuschreibungen oder Rahmenbedingungen eingeschränkt wird.

„Mädchen und Frauen bilden die Mehrheit der Gesellschaft, haben jedoch nicht die Hälfte an Einfluss. Damit sich das verändern kann, müssen strukturelle Benachteiligungen in der Familienpolitik, dem Arbeitsmarkt und in der Gesellschaft abgebaut werden. Nur wenn Frauen echte Gleichberechtigung erfahren, ist echte Wahlfreiheit und gleichberechtigte Mitbestimmung möglich. Unser Ziel ist es Benachteiligungen für Mädchen und Frauen abzubauen und ihnen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen“, so Sigrid Hofmann, Bundesvorsitzende der PSG.

Durch ihre parteiliche Mädchenarbeit leistet die PSG als Mädchen- und Frauenverband einen unverzichtbaren Beitrag stereotype Rollenzuschreibungen wahrzunehmen, zu hinterfragen und dagegen anzukämpfen. Mädchen und junge Frauen probieren sich aus, entfalten ihre Persönlichkeit und Fähigkeiten, unabhängig von gesellschaftlichen Stereotypen. Sie entscheiden sich bewusst für den Beruf der Erzieherin oder für das Studium zur Bauingenieurin. Sie gehen ihren Weg, gestalten Gesellschaft, verändern sie und sind Vorbilder für viele andere Mädchen und Frauen.

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